Lohtorstraße 1910: Damen in großen Hüten und Korsettkleidern, Herren mit Strohhut flanieren entlang traditionsreicher Läden. Man sieht das Schild von Schuhhandel Holzäpfel (einer meiner Vorfahren). Dahinter Modehaus Stähle und am Eck zur Sülmerstraße einen Laden mit einem großen Stiefel als Ladenschild. (Foto Gebr Metz, Pate der Glaspatte Volksbank )
Staehle fertigte Kleidung nach Maß an – Konfektionsware setzte sich erst später mit großen Kaufhäusern durch. Das Tor für Staehle (unten) wurde von Heilbronns legendärem Kunstschlosser Stotz gestaltet.

1910 StA Hn
Rechnung von Staehle aus dieser Zeit

StA Hn BY SA 3.0

Links ragt das Wirtshausschild des Löwen ins Bild (Foto Gebr Metz, Pate der Glaspatte Volksbank )

Foto Gebr Metz, Pate der Glaspatte Volksbank
An der Lohtorstraße lag jahrhundertelang das Fruchthaus in Verbindung zum Kieselmarkt.

Lohtorstraße mit Fruchthaus 1835, Lithographie von Gebrüder Wolff
Hier lag im Mittelalter auch die zweite Synagoge (1349-1490). Die Lohtorstraße war jahrhundertelang das Zentrum einer lebendigen jüdische Gemeinde. Zeitweise mußten die Juden Heilbronn verlassen, doch im 19. Jahrhundert bildete sich wieder eine starke Gemeinde in der Stadt, die zum Aufschwung der Gründerzeit beitrug.
Schmerzhaft dann das Aufkommen des Faschismus im 20. Jahrhundert.
Unten: die Lohtorstraße am 21. März 1933 – wenige Tage vor den Pogromaktionen gegen jüdische Geschäfte.

Am Eck der Einhornapotheke (rechts im Bild ) befand sich ab ca. 1050 die erste Synagoge. 1349 wurde sie durch die zweite Synagoge in der Lohtorstraße (Richtung Kieselmarkt) ersetzt.

Stadtplanungsamt Heilbronn StA Hn
Georgesbrunnen 1946

Lohtorstraße 1950

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